Kommende Auftritte

Frankfurt, 4. Dezember
2025
Hessische Theaterakademie: Marktlogik in Kunst und Kultur

 

Die fünfte Sitzung richtet den Blick auf die zunehmende Marktlogik in Kunst und Kultur und fragt, wie künstlerische Freiheit durch politische Erwartungen, Förderstrukturen und kommerzielle Kriterien unter Druck gerät. Wolfgang M. Schmitt beleuchtet die kulturelle Landschaft kritisch und zeigt, wie sich Subversion in Konformität verwandelt, sobald Anerkennung, Opportunität und wirtschaftliche Mechanismen dominieren.

Zu Gast
Wolfgang M. Schmitt @wolfgangmschmitt
YouTuber, Podcaster und Autor; gestartet 2011 mit dem Kanal Die Filmanalyse, später Mitbegründer der Podcasts Wohlstand für Alle (2019) und Die Neuen Zwanziger (2020). Publikationen u. a. das Kinderbuch Die kleinen Holzdiebe sowie Influencer. Die Ideologie der Werbekörper (mit Ole Nymoen).

Am Donnerstag, 4. Dezember 2025, 18.15 Uhr, Studio des Masterprogramms Contemporary Dance Education, Eschersheimer Landstraße 50, Frankfurt am Main: Link zur Veranstaltung

 
Hamburg, 5. Dezember
2025
Bühnenshow: Die Studio Rot Gala

 

Studio Rot lädt ein zur großen Schauspiel-Haus Gala! Eine Bühnenshow mit Menschen, dessen Wirken uns schon lange beeindruckt. Es gibt Live-Musik, Stand-Up, Gesprächsrunden und politische Reden. In schwere, gesellschaftspolitischen Zeiten wollen wir erfrischende Perspektiven, sowie künstlerische Beiträge an einen Ort bringen und den Stuck des ehrwürdigen Schauspielhauses zum Beben bringen.

Jean-Philippe Kindler leitet durch den Abend, die Simon Slomma Showband liefert den Sound. Wir freuen uns auf zahlreiche hochkarätige Gäste. Diese werden im Laufe der Zeit über die Social-Media-Kanäle von Studio Rot bekannt gegeben. Einen Teil der Einnahmen wird dem Verein sanktionsfrei e.V. übergeben. sanktionsfrei e.V. hilft betroffenen von Sozialhilfesanktionen in der Not, berät juristisch und verteilt Spendengelder an eben jene um

Am Freitag, 5. Dezember 2025, um 20 Uhr, Schauspielhaus Hamburg, Kirchenallee 39, 20099 Hamburg: Link zur Veranstaltung

 
Dresden, 6. Dezember
2025
Live-Podcast: Radikale Rede - warum Linke für bedingungslose Meinungsfreheit sein sollten, mit Ole Liebl und Wolfgang M. Schmitt

 

»Free Speech« ist eine Parole der Liberalen – und wird von Rechten genutzt, um gegen inklusive Sprache zu schießen. Oft wenden sich Linke dann an Papa Staat, um ihre Kämpfe mit Antidiskriminierungsgesetzen und behördlichen Leitlinien institutionell abzusichern. Der Staat, so finden der Ideologiekritiker Wolfgang M. Schmitt und der feministische Autor Ole Liebl, ist hier ein gefährlicher Partner. Vielmehr plädieren sie dafür, dass man sich den Ruf nach »Free Speech« von Links aneignet. Und endlich die Themen anspricht, die von konservativen Medien lieber verschwiegen werden, z. B. Vermögensungleichheit im Kapitalismus, der Krieg in Gaza oder die rassistische Stimmungsmache der Springer-Presse.

Wolfgang M. Schmitt produziert bereits seit Jahren Podcasts (u. A. “Die Neuen Zwanziger”), Ole Liebl ist erst 2025 gestartet (“Und hier noch die Quellen”). Was beide in ihren politischen Kommentaren verbindet, ist eine Liebe zu genauer Lektüre und verlässlicher Quellenarbeit. Podcasts ermöglichen das, was Heinrich von Kleist einmal die »allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Reden« genannt hat – ein Vorgang, der einer oft gedankenlosen Politik guttun würde.

Am Samstag, 6. Dezember 2025, um 20.30 Uhr, Schauburg Dresden, Königsbrücker Str. 55, 01099 Dresden: Link zur Veranstaltung

 
Paderborn, 9. Dezember
2025
Wissen und Bildung durch die "magischen Kanäle": Von Influencern, YouTubern und Podcastern, mit Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt

 

Die Podcaster und YouTuber Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt sprechen in ihrem Vortrag über den neuen Strukturwandel der Öffentlichkeit und die damit einhergehenden Wissensproduktionen und -vermittlungen.

Sind die Kanäle, wie Marshall McLuhan glaubte, tatsächlich magisch? Wie sehr bestimmt die Performanz den Inhalt bzw. ist die Performanz selbst der Inhalt? Wie kommt es zu der Gleichzeitigkeit von 15-Sekunden-Videos und 5-Stunden-Podcasts?

Nymoen und Schmitt werden bei allem Optimismus auch zeigen, dass das Gehörte und Gesehene das Gelesene nicht ersetzen kann. 

Eine Veranstaltung der Reihe „Wissen, Wirken, Werden - Radikale Fragen an Wissenschaft, Kunst und Technik“ in Kooperation mit dem Institut für Medienwissenschaften der Universität Paderborn.

An allen Vortragsabenden ist das Museum bis zum Beginn der Veranstaltung geöffnet. Der Eintritt ist ab 17 Uhr frei! Snacks und Getränke gibt es - außer montags - im Café F7 bis zum Beginn des Vortrags.

Am Dienstag, 9. Dezember 2025, um 19.00 Uhr, im Heinz Nixdorf MuseumForum, Fürstenallee 7, 33102 Paderborn: Link zur Veranstaltung

 
Berlin, 10. Dezember
2025
Meisterwerke der Literatur und was sie uns lehren: Wolfgang M. Schmitt im Gespräch mit Achim Truger über »Holzfällen« von Thomas Bernhard

 

Wir leben in einer Empörungsgesellschaft, lautet eine von vielen Gegenwartsdiagnosen. Assoziiert wird damit eine Öffentlichkeit, die sich dauernd aufregt, nicht selten über Nichtigkeiten, und die sich von Algorithmen ebenso wie von gewissen Politiker*innen und Medienschaffenden immer neu anstacheln lässt. Die Sehnsucht nach wohltemperierten Diskursen und Büchern ist groß, aber ein Thomas Bernhard spielt da nicht mit. Das österreichische enfant terrible der Literatur konnte hassen und sich empören wie kein Zweiter, aber er tat dies auf ästhetisch höchstem Niveau – schwankend zwischen existenzieller Bitterkeit und kühnem Witz. »Eine Erregung« lautet der Untertitel zu Bernhards Meisterwerk »Holzfällen«, in dem der Protagonist aus dem Ohrensessel eine Wiener Abendgesellschaft beobachtet, die in kultureller Betulichkeit erstarrt ist und deren Opportunismus grenzenlos zu sein scheint. Thomas Bernhard erweist sich mit diesem 1984 erschienen Roman erneut als großer Provokateur und noch größerer Stilist. Der Ökonom Prof. Dr. Achim Truger, Mitglied des Sachverständigenrats für Wirtschaft, ist ebenso wie Gastgeber und Podcaster Wolfgang M. Schmitt ein Verehrer von Bernhards Literatur. Sie sprechen über ihre gemeinsame Faszination und über die Aktualität eines Schreibens, das sich weder formal noch inhaltlich mit der herrschenden Ordnung gemeinmachen will. Was, wenn wir uns nicht weniger, sondern nur elaborierter empören müssen?

Am Mittwoch, 10. Dezember 2025, um 20 Uhr, Literaturforum in Brecht-Haus, Chausseestraße 125, 10115 Berlin: Link zur Veranstaltung

 
Koblenz, 11. Dezember
2025
Film und Podiumsdiskussion: Ende einer Dienstfahrt, Anarchische Revolte gegen Steuerpolitik und unsinnige Militärpraktiken

 

Der Film erzählt von Vater und Sohn Gruhl, die wegen Steuerschulden in Schwierigkeiten stecken. Als der Sohn kurz vor Ende seiner Bundeswehrzeit steht, bringen eine ungewöhnliche Aktion mit einem Jeep und deren Folgen sie vor Gericht.

D 1971, 90 Min.

Im Anschluss: Podiumsgespräch und Get-together.
Zu Gast: Maria Birger und Markus Schäfer (Referenten „Heinrich Böll – Leben und Werk“ der Heinrich-Böll-Stiftung) und Wolfgang M. Schmitt (Filmkritiker, Autor, Moderator).

Eintritt frei

Bereits um 17:00 Uhr findet eine öffentliche Führung im Bundesarchiv statt.
Treffpunkt: Foyer

Am Donnerstag, 11. Dezember 2025, um 18 Uhr, Bundesarchiv Koblenz, Potsdamer Straße 1, 
56075 Koblenz: Link zur Veranstaltung

 
Bonn, 13. Dezember
2025
Film und Podiumsdiskussion: Kein Land für Niemand - Abschottung eines Einwanderungslandes

 

Sondervorstellung: Zum Tag der internationalen Menschenrechte zeigen wir „ Kein Land für Niemand „ in Anwesenheit des Filmemachers Max Ahrens und Wolfgang M.Schmitt (Podcaster“Wohlstand für alle“,Die neuen Zwanziger“,“Die Filmanalyse“)

Deutschland steht an einem historischen Wendepunkt: Erstmals seit 1945 wird im Jahr 2025 ein migrationspolitischer Entschließungsantrag im Bundestag angenommen – mit Unterstützung der AfD, die vom Verfassungsschutz wegen rechtsextremer Bestrebungen beobachtet wird. Die Erklärung zur Begrenzung der Zuwanderung sieht unter anderem eine vollständige Schließung der deutschen Grenzen vor. Ein Paradigmenwechsel kündigt sich an: weg vom Schutz von Geflüchteten, hin zu Abschottung und Abschreckung.

Kein Land für Niemand – Abschottung eines Einwanderungslandes begibt sich auf die Suche nach den Ursachen dieser politischen Zäsur und nimmt die Zuschauer*innen mit auf eine aufrüttelnde Reise. Die Dokumentation beginnt an den europäischen Außengrenzen, wo eine andauernde humanitäre Katastrophe auf staatliche Ignoranz trifft, aber auch auf ziviles Engagement. Sie begleitet einen Rettungseinsatz auf dem Mittelmeer, dokumentiert die katastrophale Lage aus der Luft und erzählt die Geschichten von Überlebenden, die trotz Gewalt und tödlicher Risiken den Weg nach Deutschland gefunden haben.

Am Samstag, 13. Dezember 2025, um 15 Uhr, Neue Filmbühne Bonn-Beuel, Friedrich-Breuer-Straße 68, 53225 Bonn: Link zur Veranstaltung

 

Wolfgang M. Schmitt

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