Kommende Auftritte

Darmstadt, TU 24.05.2022
Vortrag: „Influencer und ihre Wegbereiter im Kino. Von James Bond und Carrie Bradshaw zu Bibi und Julienco“

Ob Luxusuhren, schnelle Autos, neueste Technik oder originelle Modetrends – seit mehr als einem Jahrhundert prägt das Kino unseren Konsum. In der „James Bond“-Reihe wurden schon früh Produkte platziert, um die teure Produktion zu finanzieren. Inzwischen ist das sogenannte Product-Placement in fast jedem Hollywood-Film zu finden. Stets hoffen Unternehmen darauf, dass die Zuschauer die Leinwandidole nachahmen wollen und die schönen Waren nachkaufen. Während Clark Gable 1934 bei Fabrikanten von Unterhemden eine Krise verursachte, da dieser kein Unterhemd in der Komödie „Es geschah in einer Nacht“ trug, lösten Carrie Bradshaw und ihre Freundinnen mit „Sex and the City“ regelrechte Shopping-Hypes aus. In den 1990er-Jahren setzten sich aber auch Hollywood-Filme wie „Die Truman Show“ oder „Fight Club“ kritisch mit der Konsumkultur auseinander und er beleuchtet das neue Phänomen der Influencer. Nahbarer und deshalb effektiver könnten die Social-Media-Stars ihre Werbebotschaften platzieren. Influencer-Marketing und dessen Ästhetik erobern nun in Windeseile alle Lebensbereiche. In seinem Vortrag Filmkritiker und Autor Wolfgang M. Schmitt, bekannt durch seinen YouTube-Kanal „Die Filmanalyse“ und das Buch „Influencer. Die Ideologie der Werbekörper“, über Konsum im Film und in den Sozialen Median und beleuchtet die Thematik ideologiekritisch.

Dienstag, 24. Mai um 19:00 Uhr in der TU Darmstadt, Raum S103 23.
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Würzburg, Stadtbücherei 27.05.2022
Vortrag: "Influencer. Die Macht der Werbekörper"
Erwachsene, Jugendliche und sogar Kinder filmen sich beim Schminken, auf Reisen oder beim Sport und teilen ihre Tipps über soziale Medien mit ihren Fans. Dabei platzieren sie geschickt Produkthinweise und verdienen so ihren Lebensunterhalt – oder gar ein Vermögen.
Für Wolfgang M. Schmitt (Co-Autor von "Inluencer. Die Ideologie der
Werbekörper") sind die Influencer symptomatische Sozialfiguren unserer Zeit. In der Abstiegsgesellschaft scheinen noch einmal Aufstiegsträume wahr zu werden, der Spätkapitalismus hübscht sein Gesicht mit Filtern und Photoshop auf, mit einer revolutionären Form der Werbung komplettieren Instagrammer und Youtuber das Geschäftsmodell des kommerziellen Internets. Bei aller ausgestellten Modernität beeinflussen die Influencer jedoch noch in einer weiteren Hinsicht den Zeitgeist: Indem sie rückwärtsgewandte Rollenbilder, Konsumismus und rigide Körpernormen propagieren, leisten sie einem konservativen Backlash Vorschub. Und die Influencer haben die Werbung radikal transformiert, wenngleich, wie Schmitt in seinem Vortrag zeigen wird, es bereits im Kino Vorläufer gab.
 
Eintritt frei!
Anmeldung erforderlich:
medienpaedagogik@stadt.wuerzburg.de
oder telefonisch unter Tel. 0931-37 24 44
 

Freitag, 27. Mai um 18:00 Uhr im Studio/Level 3, Stadtbücherei Würzburg
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Berlin, Marx is Muss 2022 05.06.2022
Vortrag: „Der Horror des Kapitalismus – eine marxistische Analyse des Horrorfilms“

Das Horror Genre spielt seit jeher meisterlich auf der Klaviatur menschlicher Gefühle. Horrorfilme erzeugen starke Gefühle von Angst, Beklemmung und Scham. Doch sie mobilisieren nicht nur Gefühle, sondern vermitteln dabei komplexe Gesellschaftsbilder. Im Angesicht des Grauens zerbrechen bürgerliche Mittelstandsfamilien in Slasher-Filmen. Lebende Untote zertrampeln die Konsumtempel des Kapitalismus. Und allzu häufig spüren wir mit Beklemmung, dass der Horror nicht im Fremden, sondern im bekannten Leben in der »normalen« Welt erscheint. Der Youtuber und Filmkritiker Wolfgang M. Schmitt erklärt in seiner Veranstaltung, wie wir Horrorfilme ideologiekritisch verstehen können und was sie uns über Kapitalismus erzählen.

 

Bitte beachten Sie, dass der Vortrag im Rahmen des MiM22 vom 03.06.2022 bis 06.06.2022 stattfindet. Weitere Infos und Tickets gibt es unten.

 

Sonntag, 05. Juni um 17:00 Uhr auf dem Marx is Muss 2022.
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Trier, Broadway Filmtheater 08.06.2022
Filmvorführung und Vortrag: “Mazel tov Cocktail” mit Wolfgang M. Schmitt

Im Rahmen der Eröffnung der "Kulturwochen gegen Antisemitismus" der Initiative Interdisziplinäre Antisemitismusforschung Trier (IIA).

 

Mittwoch, 08. Juni um 19:30 Uhr im Broadway Filmtheater.
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Düsseldorf, zakk 15.06.2022
Kindler stößt an: Wolfgang M. Schmitt und Ole Nymoen!

Der mittlerweile fünfstelligen Hörerschaft gefällt das, vor allem weil die beiden es schaffen, auch diejenigen Menschen an ihr Format zu binden, die vor ihrer ersten Folge „Wohlstand für Alle“ noch behauptet hätten, sich nicht für Wirtschaftspolitik zu interessieren. Das ist wertvoll, gerade in einer Zeit, in der ein nicht unbeträchtlicher Teil der liberalen Linken den Kapitalismus zwar blöd findet, aber überhaupt nicht weiß, wie dieser funktioniert. „Wohlstand für Alle“ ist somit das beste Rezept für denkfaule Linke, die glauben, Moral würde schon reichen, um Menschen von den eigenen Standpunkten zu überzeugen.

Die Autoren des Bestsellerwerks „Influencer – Die Ideologie der Werbekörper“ treffen nun am 15. Juni 2022 im zakk Düsseldorf auf den Satiriker und Fernsehmoderator Jean-Philippe Kindler, der mit seinem aktuellen Bühnenprogramm „Deutschland Umtopfen“ ebenso neoliberale Ideologie zu demaskieren versucht. Kindler widmet sich im Zuge dessen den ganz klassischen Comedythemen: Staatsverschuldung, Verteilungsfragen und Monopoly. Irritierenderweise ist es trotzdem immer sehr witzig, wenn der Prix-Pantheon-Preisträger ernsthafte Kritik mit unterhaltsamen Anekdoten verbindet.

Gemeinsam nehmen sich Schmitt, Nymoen und Kindler im Juni nun den großen Themen an: Wie sieht eine moderne linke Politik im Jahre 2022 aus? Verschwindet Ausbeutung, wenn der Vorstand von Großkonzernen diverser besetzt ist? Wie tief verankert sind neoliberale Mythem im Alltag? Und können wir die Klimakrise wirklich privat lösen? Fragen über Fragen! Antworten (oder noch mehr Fragen) gibt es am 15.6. im zakk!

VVK € 9 und AK € 12.

Mittwoch, 15. Juni um 20:00 Uhr im zakk.
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Köln, Philharmonie 03.07.2022
Moderation: Konzert des Multiphonic Quartetts

Der Auftritt in der Kölner Philharmonie ist für das Multiphonic Quartett quasi ein Heimspiel, haben die vier ihre künstlerische Ausbildung doch an den Musikhochschulen in Düsseldorf und Köln absolviert. Mittlerweile zeigt der Pfeil auf der Karriere-Skala weit nach oben. Die Presse lobte zum Beispiel das »vorzügliche Timing, ein gutes Gespür für die Dynamik« und »die überzeugende Fähigkeit, zu einem Gesamtklang zu verschmelzen«. Ähnlich vielseitig wie die spieltechnischen Fähigkeiten des jungen Saxofonquartetts ist sein Repertoire, in dem Originalliteratur von z. B. Robert Schumann wie selbstverständlich auf Musik des Minimalisten Philip Glass oder Filmmusik des Hollywood-Komponisten und mehrfachen Oscar-Gewinners John Williams trifft.

Karten ab € 12.

Sonntag, 03. Juli um 18:00 Uhr in der Kölner Philharmonie.
Tickets und Link zur Veranstaltung

Wolfgang M. Schmitt

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